21.12.2009 | taz | Raus aus der U-Haft, rein in die Demo
[...] Auf der Demo gibt es immer wieder Applaus über die Freilassung von Yunus K. und Rigo B. Rigo B.s älterer Bruder trägt mit Freunden das Front-Transparent, dahinter skandieren schwarz gekleidete Antifas "Freiheit für alle politischen Gefangenen". In der Mitte des Aufzugs laufen die Eltern, Großeltern und Geschwister der beiden Jungs zusammen mit Mitschülern - die weiße Shirts mit "Freiheit für Yunus und Rigo"-Slogans über ihre Jacken gezogen haben.
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22.12.2009 | Tagesspiegel | Ermittler schließen Fehler nicht aus
[...] Zentraler Streitpunkt ist ein Foto, das ein Student in zeitlicher Nähe zum Wurf des Molotowcocktails gemacht hatte. Dies zeigt eine „Vierergruppe“: Zeugen sagten, aus dieser Gruppe sei eine Brandflasche geworfen worden. Nach einer Anzeige der Verteidigerin von Rigo B. kam es Ende September bei zwei der Männer aus der Gruppe auch zu Durchsuchungen.
Es wurden dabei Benzinkanister entdeckt – unter anderem im Bettkasten. Doch beschlagnahmt wurden die möglichen Beweismittel nicht; später waren sie verschwunden. Eine Beamtin sagte vor Gericht, sie habe auf Anweisung lediglich Fotos gemacht. „Die fotografische Dokumentation war aus meiner Sicht ausreichend“, erklärte der befragte Ermittler: In der Rückschau könnte dies ein Fehler gewesen sein. Bei beiden Männern seien aber Computer beschlagnahmt worden.
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22.12.2009 | Morgenpost | Mai-Krawalle: Staatsschützer räumt Fehler ein
[...] Im Prozess gegen die Schüler Yunus K. und Rigo B. hat die Polizei gestern erstmals mögliche Ermittlungspannen eingeräumt. "Im Nachhinein betrachtet war das womöglich ein Fehler", sagte ein als Zeuge geladener Kriminaloberkommissar des Staatsschutzes zu einem von der Verteidigung heftig kritisierten Ermittlungsvorgang. [...]
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