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21. Prozesstag (07.01.)

Presse zum 21. Prozesstag

Die Verhandlung war sehr kurz. Aber auch dieser Tag brachte unerwarteter Weise ein neues Spannungsmoment ins Spiel.

Die Richterin verlas zu Beginn die verschriftete Tonspur eines Demo Videos, das bei youtube gefunden wurde. Dort war von Molliwürfen die Rede, aber auch die kriminaltechtnische Bearbeitung hatte die Sprachfetzen nicht besser hörbar machen können.

Dann kam die Jugendgerichtshilfe zu Wort, sie betonten beide die Anspannungen durch die lange U-Haft, die Yunus und Rigo nun endlich überstanden hätten, auch dank des intakten sozialen Umfeldes der beiden. Drückten ihre Hoffung aus, dass beide diese Erfahrung charakterlich verarbeiten werden, appellierten an das Gericht ihr Urteil gut zu überdenken, verneinten vehement die Frage nach schädlichen Neigungen im Charakter der Angeklagten. Im übrigen machten sie sich im Falle einer Verurteilung stark für die Anwendung des Jugendstrafrechtes und eine Bewährungsstrafe für beide  -   gruselige Vorstellung!

Alle noch ausstehenden Anträge wurden abgelehnt, bzw. zurückgezogen. Die Standorte der Polizeiketten zur relevanten Tatzeit wurden abschließend geklärt. Die Funkprotokolle gibt es jetzt, werden aber nicht mehr gebraucht. Damit hätte die Beweisaufnahme geschlossen werden können.

In diesem Moment erklärte Oberstaatsanwalt Knispel, er hätte da noch einen Antrag. Der würde bis zum 20.01. bei der Richerin vorliegen. Überrascht verließen die Prozessbeteiligten und die Beobachter, die selbst an diesem unspektakulären Tag zahlreich erschienen waren, nach einer Stunde den Saal.

Spätestens am 27.01. kommen die ersten Plädoyers? - Es bleibt bis zum Schluss spannend.

plakat


 DER HAFTBEFEHL GEGEN YUNUS UND RIGO WURDE AM 17.12. AUFGEHOBEN!  

Der Unterstützerkreis dankt allen, die sich für Yunus und Rigo engagiert haben - den Verteidigern, den Schülerinnen und Schülern, den Lehrerinnen und Lehrern, den vielen Bürgerinnen und Bürgern aus allen Altersschichten.  

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  DISKUSSION "Ende gut. Alles gut?" Reflexionen über eine Prozess-Farce 

Waldorfschule Mitte, 30.01.2010 um 19:00 Uhr 

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 POLITISCHE PROZESSE

In Berliner Gerichten häufen sich Prozesse, die kontrovers diskutiert werden. [mehr]

 

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